Pfarreiengemeinschaft

Kolpingfamilie Wolfsegg

Chronik der Kolpingfamilie Wolfsegg (1953 – 2015)

1953 wurde unsere KF Wolfsegg gegründet. Die Anfänge dafür wurzeln schon in der Zeit, da H.H. Expositus Luitpold Schosser von 1944 bis 1951 Seelsorger in Wolfsegg war. von Gleich nach Beendigung des Krieges und der Verbotszeit wurde die kirchliche Jugendarbeit wieder aufgenommen hat.

Als H.H. Expositus Schosser 1952 die Pfarrei Mitterfels übernommen hat, kam am 01.02.1952 H.H. Expositus Klaus Gamber zu uns als Seelsorger. Um die Jugendarbeit zu festigen und auszuweiten, auch hin zu den Erwachsenen, fasste er den Entschluss mit der Gründung einer Kolpingfamilie eine breitere Basis zu schaffen.

Am Christkönigsfest, dem 25.10.1953, war es dann soweit. Im Beisein von H.H Diözensanpräses Domvikar Karl Böhm wurde die KF Wolfsegg mit 17 Männern und Jungmännern, wie es damals hieß gegründet. Am 31.10.1953 konstituirte sich die Vorstandschaft. Zum 1. Senior wurde Sebastian Bleicher gewählt, als Vizepräses wurde Xaver Schmalzl sen., dem Gründungspräses Klaus Gamber zur Seite gestellt.

Den Samstagabend bestimmte man als Versammlungszeit und als Treffpunkt das St. Josefshaus, das ebenfalls durch die Initiative von Expositus Gamber zur Aufnahme eines Kindergartens erbaut wurde. Bald zeigte sich die Notwendigkeit eines eigenen Versammlungsraumes, nachdem der Kindergartenbetrieb durch die Armen Schulschwerstern aufgenommen wurde. Unter der aktiven Mitarbeit der Kolpingsöhne entstand im Anschluss an den Kindergartenbau ein Saalanbau, der am 12. Sept. 1954 durch Diözesanpräses Domvikar Karl Böhm eingeweiht wurde. 1959 wurde an den Saal ein Gruppenraum mit Schuppen angebaut. Die Kolpingsöhne leisteten auch dabei aktiven Hand- und Spanndienst. Bis dato zeigt sich die KF für das bereits sehr in die Jahre gekommene Pfarrheim mitverantwortlich.

Entsprechend dem von Gründervater Adolph Kolping vorgegebenen damaligem Programm, nämlich Bildung zu einem kernigen, lebensgestaltenden Christentum, zu einer würdigen, fähigen Vaterschaft, zu einer christlichen Berufsauffassung und guter Berufsbildung, zu einem freien, verantwortungsbewussten Bürger
versuchte man das Versammlungsprogramm Monat für Monat zu gestalten.

Als erste größere Bildungsmaßnahme startete man unter anderem einen Schriftverkehrskurs und einen Englischkursus.
Zudem fand sich schnell zur Bereicherung des kulturellen, gesellschaftlichen Lebens eine Laienspielgruppe zusammen, die bis dato als „Kleine Bühne“ jährlich in der Weihnachtszeit auftritt.

Vom 16.11.1956 bis 16.05.1957 führte Kaplan Albert Melchner die KF als Präses. Er war H.H. Gamber als Hilfe in der Seelsorge zugeteilt, da dessen Gesundheit, stark angegriffen war.
    
Am 15.05.1957 musste dann unseren Gründungspräses Klaus Gamber verabschiedet werden. Die KF zählte damals 35 Mitglieder.


Als Adolph Kolping im vorigen Jahrhundert den „Katholischen Gesellenverein“ gründete, aus dem die heutigen Kolpingfamilien geboren wurden, handelte es sich um einen reinen Männerverein. Auf einer Zentralversammlung in Würzburg 1966 wurde dann schließlich der Beschluss gefasst, auch Frauen als offizielle Mitglieder aufzunehmen. Erst 20 Jahre später, traten am 8. April 1986 die ersten Frauen in Wolfsegg der Gemeinschaft bei.

Heute ist Kolping ein richtiger Familienverein –  eine  weltweit vernetzte große KOLPINGSFAMILIE

wolfsegg kolping ostereiersuchen

Aktivitäten der KF heute:

Aktive Teilnahme am kirchlichen Leben durch Mitgestaltung von Maiandachten, Kreuzwegen und Gottesdiensten und Teilnahme an religiösen Festen.  
Vereinseigene Veranstaltungen wie das Brakkeia, Morgenwanderung mit Andacht und Frühstück, Krautfest, Ostereiersuchen, Johannifeuer und Faschingsball, Ausflüge und Mehrtagesfahrten, Theaterspiel und Josefipreisschafkopf sowie  verschiedene Bildungsangebote und Vorträge, gemeinsame Spieleabende haben einen großen Stellenwert in unserer Gemeinschaft. Zudem beteiligt sich die Kolpingsfamilie aktiv am Dorfleben und nimmt an Dorfmeisterschaften und Gemeinschaftsveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt, dem Pfarrfest, dem Mittelalterfest aktiv teil.
Zweimal jährlich übernimmt die Kolpingsfamilie zudem eine Altkleider- und Altpapiersammlung. Erwirtschaftete Einnahmen werden regelmäßig an soziale Einrichtungen gespendet. Der Mitgliedsbeitrag geht zu fast 100 % an das Kolpingwerk Deutschland und wird weltweit für Hilfen zur Selbsthilfe eingesetzt.  

Präses (geistliche Beiräte):
1953 bis 1956  Dr. Dr. Klaus Gamber
1956 bis 1967 Albert Melchner
1957 bis 1987 Joseph Hauer
1987 bis 1996 Heinrich Groß
1996 bis 2011 Albert Vogl
Seit 2011 P. Antony Mathew Karikenazhath

Vorsitzende:
1953 bis 56 Sebastian Bleicher
1957 bis 58 Franz Schmatz
1959 bis 62 Josef Scheuerer
1963 bis 64 Josef Frank
1965 bis 66 Georg Auburger
1967 Josef Bleicher
1968 bis 69 Rudi Bleicher
1970 bis 71 Ludwig Spangler
1972 bis 77 Josef Wöhrl
1978 bis 79 Rudi Bleicher
1980 bis 84 Josef Scheuerer
1985 Heribert Bleicher
1986  bis 99 Josef Wöhrl
2000 bis 03 Rudi Bleicher
2004 bis 12 Johann Scheid
Seit 2013 Richard Mayer jun.

Ehrenmitglieder:
Sebastian Bleicher sen.
Jakob Braun
Johann Dobler
Josef Scheuerer
 
 
Kurz und bündig

KOLPING in zwölf Sätzen:

  • Wir laden ein und machen Mut zur Gemeinschaft.
  • Wir handeln im Auftrag Jesu Christi.
  • Wir nehmen uns Adolph Kolping zum Vorbild.
  • Wir sind in der Kirche zu Hause.
  • Wir sind eine generationenübergreifende familienhafte Gemeinschaft.
  • Wir prägen als katholischer Sozialverband die Gesellschaft mit.
  • Wir begleiten Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Bildung.
  • Wir eröffnen Perspektiven für junge Menschen.
  • Wir vertreten ein christliches Arbeitsverständnis.
  • Wir verstehen uns als Anwalt für Familie.
  • Wir spannen ein weltweites Netz der Partnerschaft.
  • Wir leben verantwortlich und handeln solidarisch.